
Finnland im Winter – Zu Besuch beim Weihnachtsmann
- Home
- »Blog
- »Reiseberichte Europa
- »Finnland Reisebericht
Finnland im Winter – Zu Besuch beim Weihnachtsmann
Mit Steffi & Jessica die Winterwelt von Finnland erleben
Wer kennt ihn nicht, den Traum von einer verschneiten Winterlandschaft, in der alles still und friedlich wirkt? Der frische Schnee glitzert am Wegesrand wie kleine Kristalle, während die Sonne durch die kahlen Bäume und Tannen scheint und die Landschaft in ein sanftes Licht taucht. Die klare Kälte liegt in der Luft und kitzelt an der Nase, sodass man jeden Atemzug bewusst wahrnimmt. Während der Blick über die unberührte Natur schweift, wird die Szene plötzlich lebendig: Zwei Rentiere erscheinen am Waldrand und überqueren ruhig die Straße, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt – ein Augenblick, der den Zauber des Winters perfekt einfängt.
Auch wir wollten diesen Moment im echten Leben genießen und nicht nur durch Erzählungen und Videos fühlen. Daher machten wir uns auf den Weg ins BoTravel und packten nur 2 Wochen später unsere Koffer.
Ankunft in Helsinki
Unsere Reise durch Finnland begann in Helsinki, einer Stadt, die auf den ersten Blick ruhig wirkt. Doch bei genauerem Hinsehen, entdeckt man den ganzen Charme und den Charakter. Zwischen moderner Architektur und beeindruckenden Gebäuden erkundeten wir an einem Tag die bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Der weiße Dom am Senatsplatz ragte eindrucksvoll über die Stadt, während am Hafen das bunte Treiben der Markthalle einen schönen Kontrast bot. Nachdem sich die Sonne am Nachmittag gezeigt hat, ging es für uns noch auf die Insel bzw. Festung Suomenlinna. Trotz der begrenzten Zeit vermittelte Helsinki ein Gefühl von nordischer Klarheit und Gelassenheit. Immer wieder zeigte sich die Sonne und bei knapp null Grad war es dennoch angenehm. Die Menschen dort oben waren total offen und freundlich. Immer wieder wollten sie wissen, woher wir kamen und was wir noch alles vorhaben. Sie haben uns wertvolle Tipps gegeben. Auch wenn wir noch Tage in der Stadt hätten verbringen können, ging es für uns noch am selben Abend weiter.





Nachtzug nach Rovaniemi

Am Abend bestiegen wir den Nachtzug nach Rovaniemi. Damit wir am nächsten Morgen fit waren, haben wir ein Schlafsalon gebucht. Eingekuschelt, so gut es ging, in unserem Abteil (für zwei Personen), ließen wir die Lichter der Stadt hinter uns, während draußen langsam immer mehr Schnee die Landschaft bedeckte. Die Zugfahrt sollte etwas Beruhigendes haben– als würde man sich Schritt für Schritt tiefer in den hohen Norden bewegen, doch wir waren voller Aufregung und konnten nur bedingt schlafen. Nach knapp 13 Stunden Fahrt erwachten wir am nächsten Morgen mitten in Lappland, umgeben von verschneiter Landschaft und klirrender Kälte.
In Rovaniemi gabs ein Besuch beim Weihnachtsmann
Rovaniemi selbst wartete ein echtes Highlight auf uns: der Besuch beim Weihnachtsmann. Das bekannte Weihnachtsmann-Dorf wirkte wie aus einem Bilderbuch, mit funkelnden Lichtern, schneebedeckten Dächern und einer beinahe magischen Stimmung. Als erstes stand der Besuch beim Weihnachtsmann persönlich an. Vorbei an liebevoll eingerichteten Ecken und beleuchteten Bildern machten wir uns auf den Weg. Anschließend ging es in das Postamt des Weihnachtmanns. Dort werden Weihnachtswünsche aus aller Welt gesammelt und an den Weihnachtsmann weitergegeben. Immer wieder wurden wir von freundlichen Elfen begrüßt. Als nächstes ging es weiter ins Haus der Weihnachtsfrau. Dort warteten leckere Zimtschnecken und ein warmer Schoki auf uns. Am Ende besuchten wir noch die Rentiere des Weihnachtsmanns. Die klingenden Glöckchen waren schon von weitem hörbar. Im ganzen Dorf und auch bei uns wurde die Weihnachtsstimmung geweckt.






Polarlichter mit dem eigenen Auge sehen


Doch Lappland zeigte seinen Zauber auch in den dunklen Nächten. Warm eingepackt machten wir uns auf die Suche nach Nordlichtern, denn immerhin hatte es draußen -25°C. In der stillen Natur, über einem klaren Sternenhimmel, blickten wir gespannt in den Himmel – und wurden belohnt. Grüne Schleier begannen zu tanzen und verwandelten den Himmel in ein lebendiges Kunstwerk. Dieser Anblick war einfach nur magisch.
Auf gehts nach Levi in die Märchenwelt
Am nächsten Tag machten wir uns mit unserem Mietauto auf den Weg nach Levi. Die zwei Stunden lange Fahrt führte durch endlose, verschneite Landschaften, vorbei an gefrorenen Seen und dichten Wäldern, die in der langsam aufgehenden Sonne glitzerten. Immer wieder hatten wir das Gefühl, ganz allein in dieser weiten Natur zu sein. Auf dem Weg standen immer wieder Rentiere am Straßenrand während wir im warmen Auto Weihnachtsmusik hörten.



In Levi angekommen besuchten wir den Arcandia – Arctic Adventure Park. Der Park entführt Besucher*innen in eine Welt voller Abenteuer und märchenhafter Kulissen. Mitten in der lappländischen Natur bietet der Park abwechslungsreiche Outdoor-Erlebnisse, die besonders Familien und Fantasy-Liebhaber begeistern. Uns haben vor allem die bunten Lichter begeistert, bei der eine märchenhafte und magische Stimmung aufkam.
Schneesafari in traumhafter Winterlandschaft



Am letzten Tag wollten wir noch einmal etwas Action haben. Wir buchten eine Schneesafari mit einem Schneemobil. Die geführte Tour dauerte knapp zwei Stunden. Bei knapp -20°C war das auch völlig ausreichend von der Dauer her. Wir fuhren durch eine unberührte Winterlandschaft, vorbei an einem zugefrorenen See während die Sonne langsam unterging. Die einzelnen Schneekristalle glitzerten an der Oberfläche und immer wieder hörte man aus der Ferne Vogelgezwitscher und das leise Knacken von schneebedeckten Ästen.
Schön war`s!
Nach einem erlebnisreichen Tag verabschiedeten wir uns von Lappland und der magischen Winterwelt und fuhren mit dem Nachtzug wieder zurück nach Helsinki, bevor es für uns mit dem Flugzeug wieder nach Hause ging.



