Tansania - Kilimanjaro Besteigung
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Flitterwochen in Tansania- Vom Dach Afrikas über die große Tierwelt bis ins Inselparadies Sansibar

Mit Fabienne & Timo auf den Kilimanjaro

Ankommen in Tansania – Wenn aus Vorfreude Ehrfurcht wird

Schon beim Landeanflug auf den Kilimanjaro Airport wurde uns bewusst, dass diese Reise etwas Besonderes werden würde. Durch das Flugzeugfenster zeigte sich plötzlich ein schneebedeckter Gipfel am Horizont – ruhig, mächtig und beinahe unwirklich. Der Kilimanjaro. Und mit ihm dieser eine Gedanke, der uns die nächsten Tage begleiten sollte: Dort oben wollen wir stehen.

Nach der langen Anreise über Addis Ababa erreichten wir Moshi, eine lebendige Stadt am Fuß des Berges. Die Luft war warm, das Leben pulsierte, und doch war unser Kopf bereits in ganz anderen Höhen. Beim Briefing mit unserem Guide Joseph wurde aus einem Traum ein konkreter Plan. Route, Etappen, Höhenanpassung – alles klang strukturiert, machbar und beruhigend. Vielleicht ein wenig zu beruhigend.

Etappe 1 – Machame Gate (1.840m) bis Machame Camp (2.835m)

Nun begann es wirklich. Der Start am Machame Gate war voller Leben. Träger verteilten Gepäck, lachten, sangen, schulterten Lasten, hoben Rucksäcke auf ihre Köpfe, die für uns kaum vorstellbar waren. Aber auch für uns war es geprägt von Aufregung und Vorfreude. Nach der Registrierung im Nationalpark ging es los – hinein in dichten, tropischen Regenwald. Das satte Grün, die feuchte Luft und die Geräusche der Natur machten diesen Auftakt beinahe magisch.
Rund 11 Kilometer lagen vor uns, die wir in circa 4,5 Stunden Gehzeit zurücklegten. Das Tempo war ungewohnt langsam. Pole Pole, immer wieder hörten wir diese Worte. Anfangs fühlte es sich falsch an, doch mit jedem Höhenmeter wurde klar, wie sinnvoll dieses gleichmäßige Gehen war. Trotz der rund 1.200 Höhenmeter fühlte sich der Aufstieg erstaunlich gut an. Kurz vor dem Camp huschte ein Affe durch das Gebüsch– als wollte Afrika uns persönlich willkommen heißen.

Im Machame Camp angekommen, wartete eine angenehme Überraschung: Unsere Zelte standen bereits, heißes Wasser zum Waschen, Tee, Popcorn und Kekse sorgten für echtes Wohlfühlgefühl. Nach einem sehr guten Abendessen wurden unsere Vitalwerte gemessen und der nächste Tag besprochen. Mit Blick Richtung Kilimanjaro krochen wir schließlich in unsere Schlafsäcke – voller Vorfreude auf das, was noch kommen sollte.

Etappe 2 – Machame Camp (2.835m) bis Shira Camp (3.750m)

Der nächste Morgen begann früh. Nach dem Frühstück verließen wir langsam den Regenwald und tauchten in eine offenere Landschaft ein. Der Weg wurde steiler, die Vegetation karger, und immer wieder öffneten sich fantastische Ausblicke auf den Mount Meru, der wie ein stiller Begleiter neben uns stand.

Doch das Wetter änderte sich. Nebel zog auf, die Sicht wurde schlechter, und als wir das Shira Camp nach circa 5 km erreichten, mussten wir unser Zelt regelrecht suchen. Der Rest des Tages stand ganz im Zeichen der Akklimatisierung. Viel Bewegung war nicht möglich, stattdessen hieß es trinken, ruhen und auf den eigenen Körper hören. Wir begannen erstmals die Höhe zu spüren – Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit machten sich bemerkbar. Nichts Ungewöhnliches, aber genug, um Respekt vor dem Berg zu bekommen.

Etappe 3 – Shira Camp (3.750m) über Lava Tower (4.600m) bis Baranco Camp (3.900m)

Mit dem morgendlichen Tee starteten wir in eine der wichtigsten Etappen der gesamten Besteigung. Der Weg führte uns stetig bergauf, vorbei an Geröllfeldern und durch eine Landschaft, die zunehmend karg und fast schon surreal wirkte. Nach mehreren Stunden erreichten wir den Lava Tower auf rund 4.600 Metern – der höchste Punkt des Tages.
Hier oben wurde deutlich, was Höhenanpassung wirklich bedeutet. Die Luft war dünn, Bewegungen fielen schwerer, der Körper arbeitete auf Hochtouren. Nach dem Lunch und einer bewussten Akklimatisierungspause ging es wieder bergab ins Baranco Camp. Dieser Abstieg fühlte sich fast befreiend an, trotz wechselhaften Wetters und müder Beine. Die Ausblicke auf Gletscher und bizarre Pflanzen ließen uns immer wieder stehen bleiben und staunen.

Etappe 4 – Baranco Camp (3.900m) bis Barafu Camp (4.673m)

Der Tag begann mit der legendären Baranco Wall. Schon von unten wirkte sie beeindruckend, fast einschüchternd. Doch sobald wir anfingen zu klettern, wich die Anspannung echter Begeisterung. Hände einsetzen, Tritte suchen, konzentriert bleiben – diese Passage fühlte sich nach echtem Abenteuer an.
Nach weiteren Auf- und Abstiegen erreichten wir das Karanga Camp zum Mittagessen, bevor es weiter hinaufging zu unserem höchsten Schlafplatz, dem Barafu Camp. Diese lange Etappe mit 11 km forderte uns vor allem mental. Der Weg zog sich, die Luft wurde dünner, und jede vermeintliche Kuppe entpuppte sich als Vorgeschmack auf die nächste. Am Abend hieß es früh essen, letzte Anweisungen unseres Guides und ausruhen und Kraft sammeln. Der Gipfel war greifbar nah.

Etappe 5 – Gipfelnacht: Barafu Camp (4.673m) bis Uhuru Peak (5.895m) zu Mweka Camp (3.100m)

Der Wecker klingelte um 23.30 Uhr. Draußen tobte der Wind, die Temperaturen lagen weit unter dem Gefrierpunkt. Mehrere Kleidungsschichten, Stirnlampe, ein kleiner Snack – dann ging es um 0.30 Uhr los. Schritt für Schritt arbeiteten wir uns im Schein der Stirnlampen über Geröll, Schnee und gefrorenem Boden hinauf. Schnee, Wind und Dunkelheit machten den Aufstieg extrem fordernd, nicht nur körperlich, sondern vor allem mental.


Besonders schwer war es, die Stirnlampen anderer Bergsteiger hoch oben im Nachthimmel zu sehen. Das Ziel schien so nah und doch unerreichbar. Es gab Momente des Zweifelns, Momente, in denen jeder Schritt Überwindung kostete. Unsere Guides blieben ruhig, unterstützten uns, nahmen Last ab – und dann, ganz langsam, veränderte sich das Licht.

Am Stella Point (5.756m) wurden wir mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang belohnt, der alle Strapazen für einen Moment vergessen ließ. Warmes Licht, Stille, Gänsehaut.



Der letzte Abschnitt bis zum Uhuru Peak fühlte sich fast unwirklich an. Und plötzlich standen wir dort: 5.895 Meter. Der höchste Punkt Afrikas. Erschöpft, stolz und überwältigt.
Danach ging es den nahezu identischen Weg zurück ins Barafu Camp. Mittlerweile war die Sonne am blauen Himmel komplett aufgegangen. Dadurch war es beim Abstieg sehr warm. Die Knie und Oberschenkel mussten einiges aushalten, bis wir nach circa 2 Stunden zurück im Barafu Camp waren. Nun konnten wir nochmals zwei Stunden ausruhen. Nach dem Lunch ging es dann weitere drei Stunden Bergab, bis wir unser letztes Camp erreichten.

Etappe 6 – Mweka Camp (3.100m) zu Mweka Gate (1.700m)

Am letzten Tag am Kilimanjaro hieß es ein letztes Mal: Zelt abbauen, frühstücken, Rucksack schultern. Bevor jedoch der letzte Marsch begann, sang unser gesamtes Team für uns. Dies war ein sehr emotionaler Moment, da diese Menschen der Grund für unsere erfolgreiche Gipfelbesteigung waren. Der Weg führte uns nochmal 3 Stunden durch dichten Regenwald hinunter zum Mweka Gate auf rund 1.700 Metern. Im Hotel angekommen überreichte uns unser Guide Joseph das offizielle Zertifikat zur Besteigung des höchsten Berges Afrikas.

Safari & Sansibar – Der perfekte Ausklang

Nach Schnee und Fels wechselten wir in eine völlig andere Welt: Safari im Norden Tansanias.
Unsere Route führte uns in den Lake-Manyara-Nationalpark, in den legendären Ngorongoro-Krater und in den Tarangire-Nationalpark.

Wir sahen Elefantenherden, Löwen, Gnus, Zebras, Flamingos, Flusspferde – und Landschaften, die man sonst nur aus Dokumentationen kennt. Besonders der Ngorongoro-Krater wirkte wie ein eigener Kosmos: dichteste Tierpopulation auf engem Raum, UNESCO-Weltnaturerbe, pure Magie.


Übernachtet haben wir in der wunderschönen Marera Valley Lodge, umgeben von Grün und absoluter Ruhe.

Sansibar – Ankommen, Loslassen, Genießen

Zum Abschluss ging es nach Sansibar.
Fünf Nächte im Paradise Beach Resort – weißer Sand, Palmen, türkisfarbenes Meer. Barfuß laufen, Meeresrauschen, Gewürzduft in der Luft.
Nach körperlicher Grenzerfahrung und Safari-Abenteuern war Sansibar das perfekte Finale unserer Flitterwochen.

Unser Fazit

Diese Reise war mehr als ein Urlaub. Sie war ein gemeinsames Abenteuer, eine Herausforderung, ein tiefes Naturerlebnis – und ein perfekter Start in unsere Ehe.
Tansania hat uns gefordert, überrascht und begeistert.
Hakuna Matata. 🌍🏔️

Eure BoTraveller Fabienne und Timo
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